Tee ziehen lassen
Ein gute Tasse Tee, die ihre gewünschte Wirkung entfalten soll, braucht Zeit, genauso wie der Genuss dieses anregenden Heißgetränks – oder haben Sie schon mal von einem „schnellen Tee“ gehört? Bis man einen Tee trinken kann, dauert es also ein bisschen. Wie lange, hängt von der Teesorte und Ihrem persönlichen Geschmack ab. Alles zur richtigen Zubereitung können Sie in diesem Artikel nachlesen. Hier gehen wir auf die Magie der Ziehzeit ein.
Inhalt
Was passiert, wenn der Tee „zieht“?
Um zu verstehen, warum die Ziehzeit beim Tee so wichtig ist, sollte man wissen, was eigentlich in der Tasse oder der Kanne vor sich geht, sobald Sie die Teeblätter mit Wasser übergossen haben.
Tee ist ein reines Naturprodukt und bekannt für seine verschiedenen Inhaltsstoffe die, abhängig von der Teesorte, unterschiedliche Auswirkungen auf Ihren Körper haben können. Alle echten Tees – also Schwarzer, Weißer und Grüner Tee – enthalten Koffein und Gerbstoffe (Tannine). Diese werden beim „ziehen lassen“ gelöst, doch nicht wie beim Kaffee direkt beim Aufguss, sondern mit der (Zieh-)Zeit. Und während Koffein sich am Anfang sehr stark löst und mit einer längeren Ziehzeit nachlässt, kommen die Gerbstoffe erst nach etwas längerer Zeit ins Spiel. Die bringen aber neben einer beruhigenden Wirkung einen unter Umständen unangenehmen Effekt: Der Tee wird bitter.
Was bedeutet das für Sie als Teegenießer? Wenn Sie auf den Koffeinkick aus sind, müssen Sie den Tee nicht zu lange ziehen lassen. 1,5 Minuten beim Grünen Tee reichen, 2 Minuten beim Schwarztee ebenfalls. Je länger Sie ihn ziehen lassen, desto weniger Koffein wird im Laufe der Ziehzeit gelöst, und ggf. dauert es auch länger, bis die Wirkung des Koffeins eintritt.
Die Tannine (Gerbstoffe), die sich im weiteren Verlauf der Ziehzeit lösen, wirken dann beruhigend. Allerdings nicht als Gegenwirkung zum Koffein, was oft angenommen wird, sondern beruhigend für das Verdauungssystem. Wer also etwas Gutes für Magen und Darm tun möchte, lässt seinen Tee gerne auch etwas länger ziehen.
Bei anderen Teesorten wie Kräuter- oder Früchtetee verändert sich der Geschmack im Laufe der Ziehzeit. Früchtetee kann je nach Zutaten säuerlicher schmecken, bei Teemischungen mit Kräutern passiert eigentlich nicht viel, es sei denn, es ist Pfeffer oder Chili drin. Dann kann es eventuell sehr scharf werden ... Über Koffeingehalt oder Gerbstoffe müssen Sie sich bei diesen Tees (wenn sie denn keine Mischungen mit „echtem“ Tee sind) keine Gedanken machen.
Ziehzeiten von Tee – so machen Sie's richtig
Doch wie lange soll man denn nun Tee ziehen lassen? Tee-Experten haben Richtwerte zu den verschiedenen Teesorten. Doch sie sind genau das: Richtwerte. Deshalb lautet unser Mantra immer: Experimentieren Sie nach Lust und Laune! Denn Tee bedeutet Genuss – und den empfindet jeder für sich anders. Nehmen Sie sich Zeit, fangen Sie mit den Empfehlungen auf Ihrer Tee-Tüte an und variieren Sie die Ziehzeit in jede Richtung, bis Sie den für Sie optimalen Geschmack des Tees gefunden haben.
Keine Kompromisse gibt es allerdings bei der Wassertemperatur: Schwarzen Tee brühen Sie immer mit sprudelnd kochendem Wasser auf, damit sich alle Wirkstoffe optimal lösen können. Grüner Tee verträgt Temperaturen zwischen 65 und 80 °C – auch hier kommt es auf Ihren Geschmack an. Wie zur Ziehzeit finden Sie auch die Infos zur richtigen Temperatur auf der Verpackung von Ihrem Lieblingstee.
Empfehlungen unserer Tee-Meister zu Ziehzeiten
- Schwarzer Tee: 2 bis 5 Minuten
- Weißer Tee: 2-4 Minuten
- Grüntee: 1-3 Minuten
- Oolong: 1 - 5 Minuten, bei mehreren Aufgüssen mit einer halben Minute anfangen und die Ziehzeit sukzessive steigern
Was passiert, wenn Sie den Tee zu lange ziehen lassen?
Diese Frage stellen Einsteiger in den Teegenuss gerne. Wie bereits oben erwähnt, müssen Sie sich keine Sorgen machen, dass der Tee dann schädlich ist oder gar nicht wirkt. Es geht vor allem um den Geschmack – und der wird mit fortschreitender Zeit einfach bitter, ob „etwas“ oder „sehr“, ist dabei einmal wieder Geschmackssache.
Schwarzer Tee und die Verdauung
Die hygienischen Zustände waren in früheren Zeiten bekanntlich nicht die besten. Verdauungsprobleme waren deshalb an der Tagesordnung – und findige Teetrinker wollen festgestellt haben, dass Schwarzer Tee, der bis zum „bitteren Ende“ zieht, bei Durchfall helfen kann. Dafür sollte man ihn lange ziehen lassen, von zwei Stunden ist mancherorts die Rede. Ob's hilft, müssen Sie natürlich selbst herausfinden. Doch vielleicht ist ja tatsächlich etwas an der Geschichte dran?
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