So entstehen Grüne und Weiße Tees

Grüner Tee: aromareiche Fülle und traditionsreiche Kultur in der Tasse

Die Herstellung von Grünem Tee in Premium-Qualität ist zeitintensiv, aufwändig und erfordert die langjährige Erfahrung von Tee-Experten: Unsere grünen Teesorten werden bis heute in alter Tradition orthodox, mit viel Liebe und Aufwand mit der Hand produziert. So stellen wir vom Tee-Handels-Kontor Bremen sicher, dass in unsere blau- weißen Tüten nur die besten Blattqualitäten mit den feinsten Aromen gelangen. Ein besonderes Augenmerk bei der Herstellung unserer Grünen Tees - wie dem berühmten Gyokuro, dem hervorragenden Longjing Cha oder dem ausgezeichneten Gabalong - legen wir auf die behutsame Verarbeitung der geernteten Blätter. Denn anders als beim Schwarzen Tee durchlaufen beim Grünen Tee die Blätter keinen Fermentationsprozess. Und so entwickelt sich unvergleichlicher Grüntee-Geschmack:

Wiege des Tee-Genusses: China und Japan

Die Haupt-Anbaugebiete des Grüntees liegen in China und in Japan. Entsprechend der regionalen Tradition pflückt man entweder nur die Blattknospen oder ein Blatt und die Blattknospe, zuweilen auch zwei Blätter und eine Blattknospe. Damit die Blätter an Feuchtigkeit verlieren welkt der Tee je nach gewünschter Sorte unter regelmäßigen Wenden.

Traditionelle Unterschiede bei der Tee-Verarbeitung

Nun gilt es, die automatisch einsetzende Oxidation zu unterbinden. Dies geschieht durch Erhitzen. In China verwendet man hierfür etwa heißen Pfannen oder Woks, in Japan bevorzugt man Dampftunnel.

Die noch grünen Blätter werden nun vorsichtig gerollt: Japaner verwenden dazu in der Regel eine Rollmaschine.

Tee-Kunst aus China

Anders in China: Bis heute rollen die Chinesen die Tee-Blätter vorsichtig mit der Hand und nicht selten schaffen sie hierbei kleine Kunstwerke, wie etwa die ausgesprochen hübsche Perlenform, die Sie beispielsweise bei unserer Teesorte Jasmin Perlen bewundern können.

China: Experten des Grünen Tees

Die Geschichte des Grünen Tees beginnt nirgendwo anders als in ChinaIn diesem faszinierenden Land war der Grüne Tee schon im 6. Jahrhundert v. Chr. bekannt. Um ihren Anspruch an einzigartige Tees von höchster Qualität zu entsprechen, legen die Chinesen größten Wert auf behutsame Verarbeitung der Tee-Blätter. Abhängig von Tradition und Region erhitzen sie die jungen Tee-Blätter in einer heißen Pfanne ganz kurz und unter ständiger Bewegung, um die Oxidation zu unterbinden. Anschließend kühlen die Teeblätter auf Bambus aus. Bevor sie mithilfe eines Heißluftofens trocknen, werden sie von Hand gedreht.

Grüne Tees sind in unterschiedlichsten Blattformen erhältlich und offenbaren Ihnen eine einzigartige Vielfalt: ob klassisch, am Pfannenrand flachgedrückt, von Hand gedrehte Blätter oder kleine Perlen.

Japan: Meister der Grüntee-Zeremonie

Die Liebe der Japaner zum Grünen Tee zeigt sich in ihrer jahrhundertealten Tee-Zeremonie. Aber auch im Alltag hat der Grüne Tee seit langem seinen festen Platz. Die Japaner unterscheiden die Grüntee-Sorten durch die Verarbeitung nach dem Erhitzen. So entsteht eine unvergleichliche Auswahl köstlicher Grüner Tees, wie beispielsweise dem Japan Fancy Sencha in unseren blau-weißen Tüten oder natürlich dem berühmten Trend-Tee Matcha.

Anders als in China verhindert man in Japan die Oxidation der Tee-Blätter, indem sie heißem Wasserdampf ausgesetzt werden. Je nach Geschmacksausprägung sind das zwischen 20 und 120 Sekunden. Danach rollt man das abgekühlte Teeblatt und trocknet es mit sehr heißer Luft.

Kostbar und besonders: Weißer Tee

Weißer Tee war lange Zeit allein dem chinesischen Kaiser vorbehalten. Kein Wunder, benötigt man doch 30.000 handgepflückte Knospen um ein Kilogramm Weißen Tee zu gewinnen. Geerntet werden können die kostbaren Blättchen des Weißen Tees mit ihrem weißen, silbrig glänzenden Flaum ausschließlich an wenigen Tagen im Jahr. Dies geschieht im Frühling, in den frühen Morgenstunden, wenn die zarten Knospen noch ungeöffnet sind.

Zeit, Ruhe und Sorgfalt: So entsteht Weißer Premium-Tee

Nach der Ernte müssen die Blätter welken, dafür breitet man sie für etwa eineinhalb Tage unter einem Vordach auf Bambusmatten aus. Anschließend rollt man sie beispielsweise zu kleinen Perlen. Dies geschieht sehr behutsam, damit die Blattknospen nicht oxidieren. Nach einer bis zu 36 Stunden langen Ruhezeit werden die Blättchen abermals gewelkt. Ein Klassiker vom Tee-Handels-Kontor Bremen: der großblättrige Weiße Tee Pai Mu Tan, der langsam an der Sonne unter ständigem Wenden welkt und so seinen beliebten, leicht süßlichen Geschmack erhält. Probieren Sie diesen Premium-Tee.

Das Geheimnis des Matcha-Tees

Nur eine kleine Elite der japanischen Teebauern kann Matcha-Tee herstellen, denn die Produktion ist sehr aufwändig. Der wertvolle Rohstoff für Matcha wächst nur in besonderen Schattentee-Gärten. Vier Wochen vor der Ernte bedeckt man die Teepflanzen mit dunklen Netzen, die nur etwa 10 Prozent des Sonnenlichts eindringen lassen. Fast im Dunkeln kompensiert die Teepflanze den Verlust der Sonnenstrahlen durch eine besonders intensive Chlorophyll-Produktion. Das Blatt entwickelt mehr Aminosäuren, was den Matcha-Liebhaber weltweit mit unvergleichlich zartem, süßlichem Matchageschmack belohnt. Traditionell erfolgt die Ernte per Hand.

Matcha-Verarbeitung

Die frisch geernteten Blätter werden schnell weiterverarbeitet. Zunächst dämpft man sie in heißem Wasserdampf, um die Inhaltsstoffe zu konservieren, und trocknet sie anschließend in einem Backofen bei bis zu 180 °C. Nach dem darauffolgenden Sortieren entfernen besondere Maschinen behutsam sämtliche Blattadern und Stängel vom Blattgut, bis nur noch das pure Blattfleisch übrig bleibt. Spezielle Granitsteinmühlen zermahlen das Blattfleisch sodann zu puderartigem, in unterschiedlichen Grüntönen intensiv leuchtendem Matcha-Pulver.